Am Mittwoch, dem 24. Juni, besuchten wir, die Klasse 2DK, gemeinsam mit Frau Prof. Wimmer-Holzer und Frau Prof. Scheidl die voestalpine AG in Linz.

Die Stahlwelt vermittelt anschaulich, wie Stahl hergestellt wird und welche Bedeutung dieser Werkstoff für unseren Alltag hat. Besonders beeindruckend war die Größe des Werksgeländes, das zu den größten Industrieanlagen Österreichs zählt.
Nach unserer Ankunft wurden wir von einem Tourguide empfangen und stiegen in einen Bus, der uns durch das weitläufige Betriebsgelände führte. Während der Fahrt erfuhren wir viele interessante Fakten über die voestalpine und ihre Produktion. Unser erster Halt war der Hochofen A, auch „der weiße Riese“ genannt. Er ist der größte der drei Hochöfen der voestalpine in Linz.

Dort wurde uns erklärt, wie aus Eisenerz Roheisen hergestellt wird. Im Hochofen werden bei extrem hohen Temperaturen die Sauerstoffverbindungen des Eisenerzes entfernt, sodass flüssiges Roheisen entsteht. Dieses enthält jedoch noch zu viel Kohlenstoff und kann daher noch nicht als Stahl verwendet werden.
Im nächsten Schritt gelangt das flüssige Roheisen in den LD-Konverter. Das Linz-Donawitz-Verfahren wurde in Österreich entwickelt und wird heute weltweit eingesetzt. Dabei wird reiner Sauerstoff in das flüssige Roheisen eingeblasen, wodurch der Kohlenstoffgehalt reduziert wird. Auf diese Weise entsteht hochwertiger Rohstahl.
Anschließend wird der Stahl weiterverarbeitet. Er wird gegossen und zu verschiedenen Formen verarbeitet. Danach folgt das Walzen, bei dem der Stahl die gewünschte Dicke und Form erhält. Aus diesen Produkten werden später beispielsweise Autoteile, Schienen, Maschinen oder Haushaltsgeräte hergestellt.
Besonders interessant fanden wir die vielen Arbeitsschritte, die notwendig sind, um aus Eisenerz ein fertiges Stahlprodukt herzustellen. Ebenso beeindruckte uns der Einsatz moderner Technologien, die die Produktion zunehmend umweltfreundlicher machen. Die voestalpine arbeitet aktuell an neuen Verfahren, um den CO₂-Ausstoß deutlich zu reduzieren.
Nach der Führung machten wir einen Spaziergang durch Linz. Dabei kamen wir an mehreren Sehenswürdigkeiten vorbei, darunter das Brucknerhaus, das Ars Electronica Center und der Pöstlingberg, der hoch über der Donau thront. Anschließend erreichten wir den wunderschönen Linzer Hauptplatz, wo natürlich auch ein gemeinsames Klassenfoto nicht fehlen durfte.

Bevor wir die Heimreise antraten, besichtigten wir noch den beeindruckenden Mariendom. Er wurde 1935 fertiggestellt, ist etwa 130 Meter lang und gilt als die größte Kirche Österreichs nach Fassungsvermögen. Sein Turm ist allerdings rund zwei Meter niedriger als jener des Wiener Stephansdoms.
Voller neuer Eindrücke traten wir schließlich die Rückfahrt mit dem Zug an. Rückblickend können wir sagen, dass dieser Ausflug für uns alle ein tolles, interessantes und lehrreiches Erlebnis war. Wir konnten viel Neues über die Stahlproduktion lernen, spannende Einblicke in die Industrie gewinnen und gleichzeitig die Stadt Linz näher kennenlernen. Es war ein gelungener Tag, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Autoren: Anton Ivanovic, Irem Kücük, Irma Valion, 2DK
