Am 16. Jänner 2026 besuchte unsere Klasse, die 3BS, gemeinsam mit der 3AS mit unseren Lehrerinnen, Frau Dr. Claudia Lichowski und Frau Mag. Doris Reiner-Ertl, die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Im Hinblick auf den bevorstehenden Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner wollten wir nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern uns auch direkt vor Ort mit der Geschichte des Lagers auseinandersetzen. Ziel war es, ein besseres Verständnis für die Ereignisse während der NS-Zeit zu entwickeln und der Opfer zu gedenken.

Zu Beginn erhielten wir eine Einführung in die Geschichte des Konzentrationslagers. Wir erfuhren, dass zehntausende Menschen hier unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert waren und viele ihr Leben verloren. Während des Rundgangs besichtigten wir das Eingangstor, den Appellplatz, die Baracken, die „Todesstiege“ im Steinbruch Wiener Graben, den Gedenkraum und die Ausstellung. Besonders bewegend war der Besuch des ehemaligen Steinbruchs. Die sogenannte „Todesstiege“, die die Häftlinge unter schwerster körperlicher Belastung hinaufsteigen mussten, machte das Leid der Menschen für uns greifbarer. Im Gedenkraum hielten wir gemeinsam eine Schweigeminute ab. Zum Abschluss hatten wir Zeit, die Ausstellung selbstständig zu erkunden und unsere Eindrücke zu reflektieren.
Gerade in der heutigen Zeit sind Besuche von Gedenkstätten besonders wichtig. In Europa und weltweit erstarken wieder populistische und extremistische Strömungen. Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung sind leider keine Phänomene der Vergangenheit.
Aus unserer Sicht war dieser Lehrausgang eine sehr prägende Erfahrung. Die Atmosphäre vor Ort war bedrückend und machte sehr nachdenklich. Viele von uns waren emotional bewegt, weil wir das Ausmaß des Leids vor Ort erst richtig begreifen konnten. Der Besuch hat uns bewusst gemacht, wie wichtig Toleranz, Respekt und Zivilcourage sind. Er hat unser historisches Wissen vertieft und gleichzeitig unser Bewusstsein für aktuelle politische Entwicklungen geschärft.
Wir danken der Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD), die diesen Lehrausgang sehr großzügig mit € 1000,-- unterstützt hat

